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180° Sicherheit im K1 Magazin (kabel eins) – Einbruchsmythen

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8 Mythen über Einbrüche

Das K1 Magazin aus dem Hause kabel eins hat 180° Sicherheit als Sicherheitsexperten zum Thema Einbruchsmythen befragt. Geschäftsführer Malte Tasto stand dafür als Einbruchschutzexperte zur Beantwortung von 8 klassischen Einbruchsmythen zur Verfügung.

Malte Tasto, Einbruchschutzexperte

Malte Tasto, Einbruchschutzexperte – Foto: kabeleins.de (ProSiebenSat.1 Digital GmbH)

Um die Themen Einbruch, Einbruchschutz und Alarmanlagen ranken sich unzählige Mythen. Wir geben Ihnen kurz und knapp einen Einblick in die 8 Einbruchsmythen, die in dem TV-Beitrag vorgestellt wurden.

Die 8 Einbruchsmythen im Überblick

Einbruchsmythos 8: Einbrecher kommen überwiegend nachts

Einbrecher kommen weder nur tagsüber, noch ausschließlich nachts. Da die Täter grundsätzlich die Konfrontation meiden, schlagen sie vielmehr immer dann zu, wenn sie ungestört sind. Somit werden zahlreiche Einbrüche wie folgt begangen:

  • private Haushalte: tagsüber (klassischer Tageswohnungseinbruch)
  • Gewerbe- oder Industrieobjekt: nachts oder am Wochenende

Fakt ist: Ausnahmen bestätigen die Regel. Es wird immer eingebrochen, daher sollte man auch stets wachsam sein und das Haus oder Gewerbeobjekt vor unberechtigtem Zutritt durch Einbrecher schützen.

Einbruchsmythos 7: Alarmanlagen schrecken Diebe nicht ab

Einfache Alarmanlagen schrecken Einbrecher in der Regel nicht mehr ab. Dies hängt damit zusammen, dass Einbrüche zunehmend von gut organisierten Einbrecherbanden ausgeübt werden. Diese verfügen über gutes Fachwissen und einen hohen Erfahrungsschatz. Professionelle Täter lassen sich daher von einer einfachen Alarmanlage kaum abschrecken. Insbesondere können diese Einbrecher eine scharfe Einbruchmeldeanlage von einem günstigen Dummy unterscheiden.

Fernsehdreh bei 180 Grad Sicherheit GmbH über Einbruchsmythen

Fernsehdreh bei 180 Grad Sicherheit GmbH über Einbruchsmythen

Einbruchsmythos 6: Ferienzeit ist Einbruchszeit

Nicht nur in der Ferienzeit wird eingebrochen. Insbesondere in der dunklen Jahreszeit ereignen sich zahlreiche Einbrüche im Schutz der Dunkelheit, wie auch der Kriminalitätsmonitor NRW ergab. Dennoch ist auch während einer längeren urlaubsbedingten Abwesenheit darauf zu achten, das Gebäude weiterhin belebt aussehen zu lassen. Hierzu zählen folgende Tipps:

  • regelmäßig den Briefkasten leeren lassen
  • vorsichtiger Umgang mit Urlaubsmeldungen in sozialen Netzwerken
  • Jalousien betätigen lassen
  • Licht ein- / ausschalten (Zeitschaltuhr)

Ein Urlaub sollte demnach auch hinsichtlich Einbruchschutz gut vorbereitet werden. In der Ferienzeit wird zwar auch eingebrochen, damit ist die Ferienzeit jedoch nicht automatisch Einbruchszeit.

Einbruchsmythos 5: Bei einem Einbruch zahlt die Versicherung den Schaden

Grundsätzlich kommt eine Versicherung für einen entstandenen Einbruchschaden auf. Konkret wäre im Privatbereich eine Hausratversicherung mit eingeschlossener Versicherung gegen Einbruchdiebstahl notwendig. Diese erstattet in der Regel auch die Kosten für durch den Einbruch beschädigte Fenster und Türen. Wichtig ist, dass Wertsachen gut dokumentiert werden, um in einem Schadenfall der Versicherung aufzeigen zu können, welche Gegenstände abhanden gekommen sind. Sinnvollerweise wird diese Dokumentation an einem anderen Ort (z.B. Bankschließfach) aufbewahrt. Zudem ist auf die Versicherungsbedingungen zu achten. Mitunter werden nicht gänzlich verschlossene Fenster (gekippte Fenster) durch den Versicherer als grobe Fährlässigkeit gewertet.

Malte Tasto, Geschäftsführer Sicherheitsfirma

Malte Tasto, Geschäftsführer Sicherheitsfirma – Foto: kabeleins.de (ProSiebenSat.1 Digital GmbH)

Einbruchsmythos 4: Es wird häufiger in der Stadt als auf dem Land eingebrochen

Einbrüche finden sowohl in der Stadt, als auch auf dem Land statt. Es ist naheliegend zu glauben, dass Einbrecher im Schutze der Anonymität häufiger in großen Städten aktiv werden. Das ist aber nur bedingt richtig. Denn ländlich gelegene Grundstücke sind häufig größer und uneinsehbarer als in der Stadt. Damit bieten sich gute Voraussetzungen für Einbrecher. Zudem ist auffällig, dass in ländlichen Gegenden eine Häufung der Einbrüche entlang der Autobahnen und Landstraßen festzustellen ist. Die damit einhergehenden Fluchtmöglichkeiten machen solche Standorte für Täter attraktiv. Letztlich gibt es zwar in absoluten Zahlen mehr Einbrüche in einer Großstadt als in einem kleinen Dorf auf dem Land. Allerdings leben in der Stadt auch deutlich mehr Menschen. Fachleute sprechen zur Vergleichbarkeit von der sogenannten Häufigkeitszahl, dem Verhältnis von Straftaten in Bezug auf je 100.000 Einwohner.

Einbruchsmythos 3: Diebe klauen überwiegend neue, moderne Autos.

Entgegen der landläufigen Meinung werden nicht nur neue Fahrzeuge gestohlen. In 2014 gab es in Deutschland laut GDV Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. insgesamt 17.895 Diebstähle kaskoversicherter PKW, somit etwa 50 pro Tag. Darunter waren jedoch auch ältere Modelle. Zur Ersatzteilversorgung werden diese regelmäßig entwendet und ausgeschlachtet. Häufig werden Fahrzeuge jedoch lediglich aufgebrochen, um gezielt Einzelteile zu entwenden (Teilediebstahl). Insbesondere haben es die sogenannten Automarder auf folgende Ersatzteile abgesehen:

  • Navigationsgeräte
  • Xenon-Scheinwerfer
  • Lenkräder
  • Airbags

Für das Jahr 2014 weist das Bundeskriminalamt 332.773 Diebstähle an/aus Kraftfahrzeugen aus.

Fernsehdreh über Einbruchsmythen

Fernsehdreh über Einbruchsmythen

Einbruchsmythos 2: Einbrecher kommen meist durchs Fenster

Die meisten Einbrüche finden tatsächlich durch Fenster oder Terrassentüren statt. Laut der Studie „Wohnungseinbruch: Tat und Folgen“ des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen im Auftrag des Versicherungsverbandes GDV Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. finden Einbrüche in Einfamilienhäuser zu 81,1 % über Fenster oder Fenstertüren statt. In Mehrfamilienhäusern schlagen Einbrecher immerhin noch zu 41,8 % über Fenster oder Fenstertüren zu. Dabei liegt der Anteil bei Erdgeschosswohnungen deutlich höher, der Anteil bei Wohnungen aus höher gelegenen Stockwerken deutlich niedriger. Aufgrund der Lautstärke und des Verletzungsrisikos wird jedoch meist nicht die Scheibe eingeschlagen, sondern vielmehr der Rahmen aus der Verankerung gehebelt. Insofern sind das Nachrüsten der Beschläge und der Einbau von abschließbaren Fenstergriffen ratsam, um den Einbrechern das Eindringen in das Objekt zu erschweren.

Einbruchsmythos 1: Kein Versteck ist vor Einbrechern sicher

Es kursieren zahlreiche Ideen für kreative Verstecke für Wertsachen:

  • Buch im Bücherregal
  • Matratze
  • Kaffeedose
  • doppelter Boden im Schrank

Einbrecher kennen jedoch häufig viele dieser Verstecke und suchen gezielt danach. Selbst ein Safe kann bei ausreichender Zeit des Täters aufgeschweißt bzw. aus der Verankerung gerissen werden, wenn keine Einbruchmeldeanlage verbaut ist. Letztlich kommt es auf den Faktor Zeit an, den ein Täter bei einem Einbruch ungestört zur Verfügung hat. Je weniger Zeit ein Einbrecher hat, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass er wesentliche Wertsachen übersieht.

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Kurz und knapp

Es existieren unzählige Einbruchsmythen, einige entsprechen der Wahrheit, bei anderen handelt es sich tatsächlich um einen Mythos. Grundsätzlich sollte man jedoch immer wachsam sein und auf ungewöhnliche Situation und verdächtige Personen achten. Die Polizei rät in Ihren Kampagnen Nicht bei mir – Initiative für aktiven Einbruchschutz und K-Einbruch dazu, im Zweifel immer die Polizei über ungewöhnliche Beobachtungen in Kenntnis zu setzen.

Der Link zum TV-Beitrag ist im Bereich Presse hinterlegt.

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