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VdS 2366

Was ist VdS 2366?

VdS 2366 sind von der VdS Schadenverhütung GmbH aufgesetzte Richtlinien, die Mindestanforderungen an die Planung, den Einbau, den Betrieb und die Instandhaltung von Videoüberwachungsanlagen (VÜA) stellen.

Die erste Fassung der Richtlinien VdS 2366 aus dem Jahr 2004, die die Planung und Installation von Videoüberwachungsanlagen regeln, wurde Anfang 2017 in einer überarbeiteten Fassung erneut herausgegeben. „Eine wichtige Neuerung ist das gemeinsam mit den Verbänden BHE und ZVEI sowie der Polizei abgestimmte Anlagenattest. Künftig entfallen somit zeitraubende Umschreibungen und viel Dokumentationsaufwand“, erklärt Günter Grundmann, Mitentwickler der Norm und Leiter der VdS-Laboratorien für elektronische Sicherungstechnik.

Wer eine Überfall- oder Einbruchmeldeanlage nutzt, ist nicht automatisch dazu verpflichtet, gleichzeitig für eine Bildübertragung zu sorgen. Falls jedoch eine Videoüberwachung installiert wird, ist gemäß VdS 2366 ein qualifiziertes Bild die Voraussetzung für die Alarmierung der Polizei direkt aus der Notruf- und Serviceleitstelle heraus.

Funktionstüchtigkeit bei Wind und Wetter

Von einer Videoüberwachungsanlage wird höchste Zuverlässigkeit unter allen Umständen erwartet. Im Außenbereich ist sie ganzjährig den herrschenden Witterungsbedingungen ausgesetzt. Sie muss sich gegenüber sämtlichen Umwelteinflüssen als widerstandsfähig erweisen. Egal, ob innen oder außen angebracht: Wenn es darauf ankommt, müssen Videoüberwachungsanlagen erfassen, weiterleiten und eventuell aufzeichnen, was in einem Gebäude, auf einem Gelände oder in ausgewiesenen Zutrittsbereichen vor sich geht. Gleichzeitig müssen sie vor Sabotage durch Verdrehen, Beschädigung und Stromunterbrechungen geschützt sein.

Die VdS-Richtlinien 2366 legen Mindestanforderungen für die Planung, den Einbau, Betrieb und die Instandhaltung von Videoüberwachungsanlagen fest. Sie gelten in Kombination mit den VdS-Richtlinien 34301 für Videoüberwachungsanlagen, Allgemeine Anforderungen und Prüfmethoden.

Voraussetzungen für VdS-zertifizierte Videoüberwachungsanlagen

Damit eine Videoüberwachungsanlage von der VdS Schadenverhütung GmbH zertifiziert wird, muss sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Die Videoüberwachungsanlage muss nach VdS 2366 geplant sein.
  • Sie durchläuft zahlreiche technische Einzelprüfungen, die erfolgreich gemeistert werden müssen.
  • Sämtliche Teile der Anlage müssen von VdS anerkannt sein.
  • Ein von VdS zertifiziertes Sicherheitsunternehmen muss die Anlage unter Beachtung der geltenden Vorschriften und den allgemein anerkannten Regeln der technischen Inbetriebnahme (DIN VDE 0100, DIN VDE 0800) errichten.

Erst dann wird die Videoüberwachungsanlage mit dem VdS-Gütesiegel versehen und erhält eine individuelle Anerkennungsnummer. Werden zusätzlich Komponenten verbaut, die mit nicht VdS-zertifizierten Teilen gefertigt sind, muss gewährleistet sein, dass sich diese nicht nachteilig auf die Arbeitsweise der VÜA auswirken. Hierzu ist die schriftliche Zustimmung von VdS einzuholen. Bestandteile einer Videoüberwachungsanlage sind nach VdS eine Kamera mit entsprechender Beleuchtung, die Steuer- bzw. Speichereinheit sowie eine Ausgabeschnittstelle z.B. ein Monitor. Alle Komponenten der VÜA und die notwendigen Verbindungen müssen aufeinander abgestimmt sein, um ein zufriedenstellendes Funktionieren zu gewährleisten.

VdS-Klassifizierung von Videoüberwachungsanlagen

Die VdS Schadenverhütung GmbH stuft VÜA anhand von zwei Kriterien ein:

  • Einstufung in Klasse 1-3 anhand der Auflösung der Darstellung

Hierbei spielt die Erkennbarkeit von zentralen Details auf dem Ausgabegerät eine wichtige Rolle. Die jeweilige Klasse wird über die Abbildungsgröße eines realen Bildausschnitts zugeordnet.

  • Klasse 1: Details wahrnehmen
  • Klasse 2: Details erkennen
  • Klasse 3: Details identifizieren
  • Einstufung in Klasse A-C anhand der Funktions-, Bedien- und Sabotagesicherheit
    • Klasse A: einfacher Schutz gegen Sabotage wie Verdrehen, Beschädigung oder Stromunterbrechung
    • Klasse B: mittlerer Schutz gegen Sabotage wie Verdrehen, Beschädigung oder Stromunterbrechung
    • Klasse C: erhöhter Schutz gegen Sabotage wie Verdrehen, Beschädigung oder Stromunterbrechung. Zusätzlich werden Sicherheitsrelevante Funktionen überwacht.

Die jeweiligen Klassen der beiden Einstufungen können kombiniert werden und ermöglichen dadurch eine exaktere Beschreibung der VÜA.

Durch die Kombination der VdS-Klassen ergibt sich für VÜA folgende Sicherheitsmatrix:

VdS-Klassifizierung von VÜA

Auflösung bei der Darstellung Klasse (1-3) Klassenkombination
Klasse (A-C) A B C
Wahrnehmen 1 A1 B1 C1
Erkennen 2 A2 B2 C2
Identifizieren 3 A3 B3 C3
Schutz gegen Sabotage Einfach Mittel Hoch

180° Sicherheit GmbH als VdS-zertifizierter Errichter von Videoüberwachungsanlagen (VÜA)

Die 180° Sicherheit GmbH besitzt die Zertifizierungen VdS 2311 und 2366. Das bedeutet, dass die von uns installierten Sicherheitslösungen wie Videoüberwachungsanlagen oder Einbruchmeldeanlagen auch in Kombination mit dem Live-Einbruchschutz nach VdS-Klassifizierung von uns abgenommen und zertifiziert werden können.

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