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Förderung der KfW – Zuschuss zum Einbruchschutz

Sicherheit & Recht, Sicherheitstechnik

Lassen Sie sich Ihren Einbruchschutz staatlich fördern!

Aufgrund der anhaltend hohen Anzahl an Wohnungseinbrüchen in Deutschland, hat sich die Bundesregierung dazu entschlossen, über die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, Förderungen für den Einbruchschutz zu gewähren. Die Höhe dieser Förderungen für Alarmanlagen und andere Sicherheitstechnik liegt in 2015 bei zehn Millionen Euro und wird in den Jahren 2016 und 2017 ebenso hoch sein. Die Anträge für die Förderung des Einbruchschutzes können bei der KfW gestellt werden.

Was ist neu an der Förderung der KfW zum Einbruchschutz?

In der Vergangenheit gab es diese Förderungen für Sicherheitsgitter, moderne Schlösser und Alarmanlagen nur dann, wenn gleichzeitig ein altersgerechter Umbau von Wohnungen und Häusern erfolgte oder geförderte Maßnahmen zur energetischen Sanierung von Gebäuden durchgeführt wurden. Ab sofort können die zinsgünstigen Kredite und Zuschüsse für Sicherheitstechnik auch separat bei der KfW beantragt und gewährt werden.

Wie hoch ist der Zuschuss für Sicherheitstechnik?

Wenn die Investitionssumme bei der Installation der Alarmanlage oder anderer einbruchhemmender Technik mindestens 500 Euro ausmacht, können Privatpersonen mit 10 Prozent der förderfähigen Kosten gefördert werden. Die Förderung wird bis zu einer Höhe von 1.500 Euro (Fördersumme) pro Wohneinheit gewährt. Günstig für die Antragsteller ist, dass diese staatlichen Zuschüsse die Möglichkeit der parallelen Absetzung der Handwerkerleistungen von der Steuer nicht beeinträchtigen.

Welche Arten von Einbruchschutz werden von der KfW gefördert?

Von der Förderung der Sicherheitstechnik profitieren nicht nur Haus- und Wohnungseigentümer, die sich eine professionelle Alarmanlage (Einbruchs- und Überfallmeldeanlagen, Kamerasysteme, Panikschalter, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser) einbauen lassen möchten. Auch die Nachrüstung von Fenstern durch stabile Sicherheitsgitter wird von der KfW gefördert. Außerdem werden die Zuschüsse beispielsweise für den Einbau von Rollläden in Erdgeschossbereichen gewährt, wenn diese so aufgebaut sind, dass sie einen Einbruchschutz bewirken. Die Nachrüstung mit modernen Zentralschließanlagen und Gegensprechanlagen sowie die Ergänzung privater Objekte mit weiteren Möglichkeiten der Zutrittskontrolle fallen ebenfalls unter den Geltungsbereich der staatlichen Förderung. Bezuschusst werden außerdem Außenbeleuchtungen, die mit Bewegungsmeldern gekoppelt werden.

Wer kann die KfW-Förderung für den Einbruchschutz beantragen?

Die Förderungen für Sicherheitstechnik richten sich ausschließlich an Privatpersonen. Die Anträge können von den Eigentümern selbst genutzter Eigenheime mit ein oder zwei Wohneinheiten ebenso gestellt werden wie von Eigentümern, die ihr Ein- oder Zweifamilienhaus vermietet haben. Darüber sind auch Maßnahmen zur Förderung des Einbruchschutzes an Eigentumswohnungen förderfähig. Wohnungseigentümergemeinschaften sind dann förderberechtigt, wenn sie ausschließlich aus Privatpersonen bestehen. Jeder Eigentümer hat die Möglichkeit, die staatlichen Zuschüsse für den Einbruchschutz zu beantragen. Mieter haben ebenso Anspruch auf Förderung, sofern der Vermieter den Umbaumaßnahmen zustimmt.

Welche Unterlagen sind für die Beantragung der Zuschüsse notwendig?

Um eine schnelle Bearbeitung der Anträge auf die Förderung von Fenstergittern, Gegensprechanlagen, Rollläden oder einer Einbruchmeldeanlage zu gewährleisten, sollten den Anträgen konkrete Kostenschätzungen auf der Basis von Kostenvoranschlägen beigefügt werden. Wichtig ist, dass bei den Kostenvoranschlägen kurzfristig absehbare Preissteigerungen bereits mit berücksichtigt werden.

Wer nimmt die Anträge auf die Förderungen entgegen?

Die Anträge auf die Zuschüsse für die Installation einbruchhemmender Technik können direkt an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gerichtet werden. Auf der Homepage der KfW stehen entsprechende Formulare und detaillierte Hinweisblätter zu den Förderbestimmungen zum Download zur Verfügung. Der Startschuss für die Einreichung der Förderanträge fiel am 19. November 2015. Somit steht in den verbleibenden sechs Wochen des Jahres 2015 die Gesamthöhe der Förderungen für ein komplettes Jahr zur Verfügung. Eine schnelle Abgabe der Anträge auf die Zuschüsse zur Erhöhung der Einbruchsicherheit kann demnach durchaus lohnenswert sein.

Was sollten Sie grundsätzlich zu den Förderungen wissen?

Wie bei allen durch die Kreditanstalt für Wideraufbau ausgereichten staatlichen Förderungen dürfen Sie mit dem Einbau von Alarmanlage, Fenstergittern, Bewegungsmeldern und Rollläden erst dann beginnen, wenn Ihnen der endgültige Förderbescheid der KfW vorliegt. Ein vorzeitiger Beginn der Maßnahmen geht stets mit einem Ausschluss der Förderungen einher. In Ausnahmefällen kann bei der KfW eine Genehmigung für den vorzeitigen Maßnahmebeginn beantragt werden. Ein denkbarer Fall wäre, wenn derzeit ein Haus oder eine Wohnung energetisch saniert wird oder behindertengerecht ausgebaut wird, und nun die ergänzenden Fördermöglichkeiten für Sicherheitstechnik genutzt werden sollen. In diesem Fall sollte dem Förderantrag idealerweise gleich die Bitte um diese Genehmigung beigelegt werden. Interessierten Privatpersonen steht die KfW für Fragen unter der Service-Hotline 0800-539 9002 zur Verfügung.

Kontakt

KfW
Palmengartenstraße 5-9
60325 Frankfurt am Main
Service-Hotline: 0800-539 9002

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Kurz und knapp

Die Kreditanstalt für Wideraufbau fördert Einbruchschutz. Es gelten jedoch strikte Voraussetzungen, damit die Förderung tatsächlich bewilligt wird. Somit hängt es stark vom Einzelfall ab, ob und inwiefern von den Zuschüssen der KfW profitiert werden kann.

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