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Was bedeutet Zweimelderabhängigkeit?

Nach DIN VDE 0833-2 ist die Zweimelderabhängigkeit eine „Maßnahme zur Verifizierung von Alarmzuständen. Der Brandalarm wird erst nach Ansprechen zweier Melder einer Meldergruppe eingeleitet. Mit Ansprechen des ersten Melders kann sowohl eine interne Alarmierung als auch eine Steuerfunktion eingeleitet werden“. Vereinfacht gesagt: erst wenn zwei Melder auslösen, wird ein Alarm bestätigt.

Bis vor kurzem waren auch Begriffe wie die Zwei-Linien-Abhängigkeit oder die Zweigruppenabhängigkeit gebräuchlich. Inzwischen wurden diese jedoch mehrheitlich von Begriffskonzept der Zweimelderabhängigkeit abgelöst.

Was bringt die Zweimelderabhängigkeit?

Die Parallelschaltung zweier oder mehrerer Melder aus unterschiedlichen Meldergruppen dient dazu Falschalarme zu vermeiden. Bei der Brandfrüherkennung wird durch die Zweimelderabhängigkeit so sichergestellt, dass ein Alarm erst ausgelöst wird und ein Signal erst an die Notruf- und Serviceleitstelle weitergeleitet wird, wenn mindestens zwei Melder aus unterschiedlichen Sicherungsbereichen oder Gruppen anschlagen. Die Logik der Zweimelderabhängigkeit wird dabei hauptsächlich in der Brandfrüherkennung eingesetzt, in bestimmten Projektierungen können auch Melder einer Alarmanlage im gleichen Sicherungsbereich in eine Abhängigkeit gesetzt werden. Dieses Vorgehen ist jedoch eher ungebräuchlich.

Wie funktioniert ein Alarm mit Zweimelderabhängigkeit?

Ist eine Abhängigkeit zweier Melder bei einer Gefahrenmeldeanlage vorgeschaltet, so findet eine bewusste Unterdrückung der Alarmierung statt, wenn derselbe Melder nicht zweifach auslöst oder nicht mindestens zwei Melder ein Signal auslösen. Nach dem Empfang des Erstsignals wird der Alarm so lange unterdrückt, bis ein zweites Signal bei der Gefahrenmeldezentrale eingeht. Erst dann steuert die Alarmzentrale die Signalgeber an oder leitet den Alarm an eine Notruf- und Serviceleitstelle weiter. Bei Weiterleitung an eine NSL wird gleichzeitig auch sichergestellt, dass ein Rauchalarm oder Einbruchalarm unmittelbar bearbeitet wird, bei Fernüberwachung sogar direkt aus der Ferne heraus.

Welche Unterschiede gibt es bei der Zweimelderabhängigkeit?

Die Abhängigkeit zweier Melder als Schutzinstanz vor Falschalarmen kann in verschiedenen Arten programmiert werden.

Beim Typ A wird ein Alarm nach einem ersten Alarmsignal solange verhindert, bis ein Bestätigungssignal vom selben Melder oder einem anderen Melder derselben Gruppe eingeht. Erst dann wird das Alarmsignal entsprechend weitergeleitet. Dieses Zurückhalten wird auch als Alarmzwischenspeicherung bezeichnet.

Beim Typ B findet die Alarmunterdrückung solange statt, bis definitiv ein anderer Melder derselben oder einer separaten Meldergruppe anschlägt.

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