180 Grad Bildmarke

Was ist der Stille Alarm?

Das Ziel eines Stillen Alarms ist es, im Alarmfall Hilfe zu rufen, ohne großes Aufsehen beim Täter zu erzeugen. Bei Alarmauslösung werden keine Signalgeber angesteuert. Am Ort der Alarmauslösung findet dadurch keine optische oder akustische Alarmierung durch die lokale Überfallmeldeanlage statt. Die betroffenen Personen haben so die Möglichkeit einen Hilferuf abzugeben, ohne, dass die Täter davon wissen. Durch die Aufschaltung zu einer Notruf- und Serviceleitstelle kann jedoch unmittelbar nach Alarmgebung die Polizei mit Priorität hinzugezogen werde. Die Chance, die Täter noch am Tatort zu ergreifen, wird damit immens gesteigert. Die Polizei bekommt somit einen entscheidenden Zeitvorteil. Zusätzlich hilft ein Stiller Alarm dabei, die ohnehin angespannte Situation vor Ort nicht zusätzlich eskalieren zu lassen. Ergänzend kann der Eigentümer per App, E-Mail oder SMS über den Überfall informiert werden.

Wo wird ein Stiller Alarm eingesetzt?

Ein Stiller Alarm wird vor allem in gewerblichen Bereichen eingesetzt, in denen hochwertige und tragbare Güter gehandelt werden oder bei Unternehmen, deren Mitarbeiter durch Überfälle persönlich betroffen sein könnten. Durch eine stille Alarmierung steigen die Chancen zu einer unmittelbaren Ergreifung und Festnahme.

Im privaten Bereich ist der Stille Alarm weniger sinnvoll. Da es im privaten Sektor vor allem darum gehen sollte, die Täter schnellst möglich zu vertreiben, um die betroffenen Personen zu schützen. Hier ist es effektiver und sicherer direkt und lautstark zu alarmieren und zu intervenieren. Bei Einbrüchen in Privatanwesen sind auch Internalarme eine sinnvolle Alternative. Hierbei wird direkt vor Ort und ohne Aufschaltung alarmiert, im Einbruchfall kann zusätzlich eine Information per SMS oder Handyanruf an den Besitzer erfolgen.

Wann ist ein Stiller Alarm sinnvoll?

Diese Alarmart ist vor allem zum Einsatz bei Raubüberfällen und Einbrüchen sinnvoll.  Die Branchen, die den Stillen Alarm am häufigsten als Überfallschutz einsetzen sind Banken, Apotheken, Tankstellen, Hotels, Juweliergeschäfte, Optiker, Einzelhandel, Drogeriemärkte oder generelle Ziele der Beschaffungskriminalität.

Um die Täter nicht in Panik zu versetzen und die Situation damit eskalieren zu lassen, kann der Stille Alarm neben der Aufschaltung auf eine Notrufleitstelle auch als optischer Alarm eingesetzt werden. Das ist vor allem bei Überfällen in Geschäften sinnvoll, bei denen häufig während der Öffnungszeit eingebrochen wird. Damit kann parallel zur Alarmierung die direkte Umgebung mit einem Blitzlicht auf die Gefahrensituation aufmerksam gemacht werden.

Der Fernalarm dient als Alternative bei der die Alarmierung an eine externe hilfeleistende Stelle, wie eine Notruf- und Serviceleitstelle, geleitet wird. Die Mitarbeiter dort können aus der Ferne unmittelbar reagieren, Hilfskräfte hinzuziehen oder den Täter sogar in Echtzeit ansprechen.

Wie kann man einen Falschalarm als Stillen Alarm vermeiden?

Um einen Falschalarm, der als Stiller Alarm gesendet wird, zu vermeiden, kann die signalgebende Alarmanlage zu einer Notruf- und Serviceleitstelle (NSL) aufgeschaltet werden. Durch diese Aufschaltung wird eine Alarmvorprüfung und eine Alarmverifikation möglich. Die Mitarbeiter der Notrufzentrale können z.B. mittels Videoüberwachung feststellen, ob ein Echtalarm vorliegt oder fälschlicherweise ein Stiller Alarm ausgelöst wurde.

A | B | D | E | F | G | I | K | M | N | P | Q | R | S | U | V | Z

A

B

E

F

G

I

K

M

P

Q

R

S

U

V

Z

Menü