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Was ist ein Errichter?

Sogenannte Errichter – auch Errichterunternehmen oder Errichterfirmen genannt – sind Fachbetriebe, die Sicherheitsanlagen planen, installieren, warten und instand halten. Zu den Sicherheitslösungen, die von Errichtern installiert werden können, zählen Einbruchmeldeanlagen (EMA), Überfallmeldeanlagen (ÜMA), Videoüberwachungsanlagen (VÜA), Brandmeldeanlagen (BMA) oder kombinierte Gefahrenmeldeanlagen (GMA).

VdS-zertifizierte Errichterfirmen nach Region finden Sie hier.

Warum sollten Errichter für Installationen beauftragt werden?

Als Laie ergibt sich in Zusammenhang mit der Entscheidung für eine Alarmanlage natürlich die Frage, ob eine solche Anlage nicht selbst installiert werden kann. Immerhin gibt es zahlreiche günstige Alarmsysteme bei Discountern, im Baumarkt oder dem Elektrofachhandel. Der eigenhändige Einbau kann also auf den ersten Blick viel Geld sparen.

Individuelle und genau abgestimmte Planung

Dennoch ist es aus vielerlei Hinsicht sinnvoll, bei der Planung, Installation und Wartung auf professionelle Fachbetriebe zu setzen. Hierfür sei zunächst die individuelle fachliche Beratung anzuführen. Jedes Objekt, das geschützt werden soll – egal ob gewerblich oder privat – hat eigene Anforderungen, für die günstige Komplettpakete oftmals nicht ausreichen, z.B. wenn zu wenig Sensoren oder Melder mitgeliefert werden. Errichterunternehmen haben ein großes Kontingent an Möglichkeiten, moderne Technik und Zugang zu den neuesten Produkten. Die Projektierung findet genau abgestimmt auf die Gegebenheiten vor Ort statt. Dadurch werden nur genau die Komponenten eingeplant, die auch wirklich benötigt werden und das Ganze auf dem neuesten Stand der Technik.

Fachgerechte Installation und Garantie der Funktionalität

Ein weiterer Punkt, der für einen professionellen Errichter spricht, ist die fachgerechte Installation. Alarmanlagen müssen im Ernstfall auch wirklich fehlerlos und störungsfrei funktionieren. Dafür ist eine exakte Installation und die optimale Justierung aller erforderlichen Komponenten notwendig. Ein häufiges Problem bei Selbstinstallationen sind Falschalarme, die durch eine fehlerhafte Installation, falsche Verkabelung oder ausgefallene Vernetzung zustande kommen können. Kommt es häufig zu Fehlalarmen, werden sowohl Eigentümer als auch Anwohner oder Sicherheitspersonal unsensibel für das Alarmsignal. Auf der anderen Seite darf die Alarmauslösung jedoch auch nicht verspätet oder gar nicht eintreten. Findet die Installation und Inbetriebnahme der Alarmanlage also nicht fachgerecht statt, kann keine korrekte Funktion der Alarmierung gewährleistet werden und die Anschaffung des Sicherheitssystems wird hinfällig.

Präzise geplantes Sicherheitskonzept für Unternehmen

Vor allem im gewerblichen Bereich, bei Bürogebäuden oder Außenfläche, ist die Fachplanung der Einbruchmeldeanlage und des gesamten Sicherheitskonzepts durch einen Errichter sinnvoll. Die hohen Anforderungen mit der oft großen zu schützenden Fläche in einem eventuell abgelegenen Gewerbegebiet verlangen eine präzise Planung und Installation. Die reine Alarmierung vor Ort reicht da oft nicht aus. Eine verlässliche Sicherheitstechnik mit Aufschaltung zu einer hilfeleistenden Stelle ist hierfür sinnvoll. Auch für verschiedene Zusatzoptionen im Gewerbebereich, wie Brandfrüherkennung oder Überfallmeldung mit Aufschaltung zu einer Notrufzentrale, lohnt sich die Beauftragung von Errichterunternehmen.

Wie viel kostet die Beauftragung eines Errichters?

Oft werden Arbeitsstunden der Errichterfirmen und Anschaffungskosten für die Technik separat abgerechnet. Zusätzliche Kosten können dabei auch z.B. dadurch entstehen, dass die Alarmanlage auf eine Leitstelle aufgeschaltet werden soll.

Einige Errichterfirmen bieten jedoch auch eine Rund-um-Betreuung inklusive Hardware und Servicedienstleistung an. Dabei werden keine Anschaffungskosten für teure Technik notwendig, da diese in einer monatlichen Servicepauschale bereits inbegriffen ist. Die Errichter installieren die notwendige Infrastruktur, kümmern sich um die Inbetriebnahme der Alarmanlage und erledigen die regelmäßige Wartung. Das Einholen unverbindlicher Angebote zur Installation bei mehreren Errichtern gibt Aufschluss darüber, ob sich das Hinzuziehen einer Fachfirma auch finanziell lohnt.

Wie weiß man, ob die Errichter eine hohe Qualität bieten können?

Damit Besitzer einer Alarmanlage eine Sicherheit dafür erhalten, dass bei ihrer Alarmanlage die höchsten Qualitätsstandards angesetzt werden, gibt es Zertifizierungen für Errichterunternehmen. VdS Schadenverhütung GmbH bietet ein Anerkennungsverfahren für Errichter und Fachbetriebe im Sicherheitsbereich, sowohl für mechanischen Einbruchschutz als auch für Einbruchmeldeanlagen und Videoüberwachungsanlagen. Zertifizierte Errichter können Einbruchmeldeanlagen dann bei Bedarf auch nach den VdS-Klassen A, B und C abnehmen und zertifizieren zu lassen.

Die Zertifizierungen VdS 2311 und VdS 2366 geben die Richtlinien für Planung, Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Einbruchmeldeanlagen (EMA) sowie Videoüberwachungsanlagen (VÜA) vor. Auch der BHE Bundesverband Sicherheitstechnik e.V. ernennt und zertifiziert Fachbetriebe.  Seit dem 01. November 2003 müssen speziell Errichter von Brandmeldeanlagen zwingend zertifiziert sein und ein Qualitätsmanagement nach DIN EN ISO 9001 vorweisen können.

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